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Ägypten 2006, Tag 7


3.1.2007/Tag 7

Es geht heute nach Abu Simbel. Um 2:45 klingelte der Wecker. Für die Fahrt treffen sich die ganzen Busse, um in einem Konvoi mit Polizeieskorte durch die Wüste zu fahren.Allerdings fährt unser Bus an allen anderen vorbei und irgendwann sind wir alleine in der Wüste. Wozu also der Konvoi? Später hab ich noch mitbekommen, dass ein bewaffneter Polizist bei uns mit im Bus sitzt. Angekommen, besuchen wir als erstes den Ramsestempel von Abu Simbel. Majestätisch trohnen die vier Statuen von Ramses II vor dem Eingang. In der ersten Pfeilerhalle erzählt uns Ramses von seinem erfolgreichen Feldzug gegen die Hethiter, der Mittelgang ist von Osirisstatuen flankiert. Im Zwischensaal wird gezeigt, wie Ramses II verschiedenen Gottheiten huldigt. An der linken Wand ist eine Barke, von Priestern getragen, von Amun Re. Auf der gegenüberliegenden Seite eine Barke des Gottes Horus. Im Allerheiligsten stehen vier Statuen. Diese sind von links nach rechts: Ptah, der Gott der Finsternis, Amun Re, Gott der Götter, Ramses II, Erbauer und König und Horus als Sonnengott Ra Harachte.
Vier Statuen von Ramses II
Vier Statuen von
Ramses II
Der Tempel wurde so erbaut, dass bei Sonnenaufgang die Sonne in den Tempel hineinstrahlt. Aber an 2 Tagen im Jahr, 21. Februar und 21. Oktober, scheint die Sonne erst auf die Ramses Statue und anschließend auch auf Amun Re und Horus. Die Ptah-Statue bleibt im Dunkeln, da er der Gott der Dunkelheit ist.
Neben dem Ramsestempel ist ein kleinerer Tempel für seine Lieblingsfrau Nefteri (Die Schöne kommt), wobei er etwa doppelt so häufig abgebildet ist wie seine Frau. Bei den Statuen vor dem Tempel wird Nefteri jeweils von zwei Ramses Statuen flankiert. Im Inneren wird gezeigt, wie Ramses Feinde erschlägt, wie seine Frau ihr eigenes Ebenbild anbetet, wie sie von Isis und Hathor gesegnet wird.
Die beiden Tempel wurden von dem Fusse des Berges auf den Berg versetzt, als dieser drohte in den Fluten zu versinken. Dafür wurde der Tempel inklusive Felsen abgetragen und weiter oben wieder aufgebaut.
Jetzt geht es wieder durch die Wüste 280 km Richtung Norden. Ein anderer Bus hatte Probleme, so daß wir bereits zweimal anhalten mussten. Später am Tag konnten wir am Horizont auch eine Fata Morgana sehen, die sich als riesige Küste zeigte.
Nach dem Mittagessen auf dem Schiff legte dieses ab und fuhr non-stop zurück nach Luxor. Abgesehen von ein wenig lesen und schlafen war nicht dieser Zeit nicht mehr an viel zu denken.



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